Westkanada mit Kindern Teil 2: Mit dem Camper unterwegs

Camping in KanadaTeil 2 unserer Kanadareise im Mai/Juni: Mit dem Camper durch Westkanada. Nachdem wir etwa eine Woche in Vancouver-Stadt unterwegs waren (Bericht hier), ging es 9 Tage mit dem Wohnwagen weiter. Für uns alle war es das erste Mal, mit einem Camper unterwegs zu sein. Wir haben lange überlegt, ob es das Richtige für uns sein könnte, weil wir Angst vor zu viel Enge hatten. Weil Finn aber schon immer mal Urlaub im Camper machen wollte, haben wir es einfach mal ausprobiert.

mit dem Wohnmobil durch KanadaMit dem Camper durch Westkanada

Wir hatten vorher extra einen geräumigen Wohnwagen gebucht, den man an der Seite ausziehen kann. Leider wurde uns ein paar Tage vor der Reise mitgeteilt, dass dieser doch nicht verfügbar wäre. Na herzlichen Glühstrumpf. Mein Mann kam dann mit diesem Gefährt hier an. Wenn ich ganz ehrlich bin, war ich ein bisschen entsetzt, als ich eingestiegen bin. Mir war klar, dass das kein Luxusurlaub werden wird, aber so trashig hatte ich es dann doch nicht erwartet. Gleich zu Anfang fiel der Gasknopf ab, die eine Schranktür schloss nicht richtig, so dass die Töpfe während der Fahrt rausfielen und wie zu erwarten, war die Toilette doch sehr eng. Mit gemäßigter Stimmung ging es also los.

Kanada mit KindernVon Vancouver nach Whistler

Quer durch den Stanleypark über die tolle Brücke ging es erstmal Richtung Norden zum Horseshoe Bay, einer Fähranlegestelle, die wie ein Hufeisen geformt ist. Ist nett für eine kleine Pause, sonst aber nicht weiter sehenswert. Von hier aus ging es dann nach Whistler auf einen Campingplatz hoch oben auf einem Berg (Whistler RV Park, 56 Dollar). Ich muss zugeben, das war schon sehr idyllisch und speziell.

Campingplatz in WhistlerUnser Stellplatz war wirklich schön und das Wetter gut, wenn auch etwas kalt. Wir haben zuerst mal Wäsche gewaschen und uns im Camper eingerichtet. Direkt neben uns standen ebenfalls Deutsche. Unsere erste Nacht war dann in Ordnung. Die beiden großen Männer haben oben geschlafen, ich unten mit Ben. Richtig gemütlich und bequem war es nicht, aber man konnte es 8 Nächte aushalten.

Wohnmobil in vancouverWhistler

Am nächsten Morgen ging es dann nach Whistler rein. Ein sehr nettes, kleines Städtchen, in dem man mehrere Stunden verbringen kann. Es gibt einen richtig tollen Kinderspielplatz, der auch mal für die ganz Kleinen geeignet ist, weil der Boden weich ist. Neben den Olympischen Ringen gibt ein einige Shops, z.B. Gap und viele Restaurants.

olympiaringe whistler

Rundreise wohnmobil KanadaRichtung Cache Creek

Nach dem Mittagessen sind wir zu den Nairn Falls gefahren. Es gibt dort einen 1,5km langen Weg, der zu einem wirklich faszinierendem Wasserfall führt. Der Weg lohnt sich auf jeden Fall.

Wasserfälle Kanada

Rundreise wohnmobil WestkanadaGeschlafen haben wir diese Nacht direkt am See ohne Wasser und Strom. Dafür musste man auch nur 15 Dollar zahlen.

Elternzeit in KanadaGreen Lake

Cache Creek an sich lohnt sich nicht. Im Internet hatte ich gelesen, dass wir das 70 mile House besuchen sollen. Vielleicht war da mal was Interessantes, aber wir haben nichts gesehen. Also kann man sich das sparen. Einen kurzen Stop haben wir am Green Lake gemacht, der seinem Namen alle Ehre macht. Leider ist der Strand an sich sehr dreckig, so dass wir recht schnell wieder gefahren sind. Und zwar zum Clearwater Wells Gray Golf RV (45 Dollar), einem sehr schönen Campingplatz mit Trampolin und Spielplatz, direkt am Fluss. Leider haben wir hier den Auftakt der Mückensaison miterlebt, was sehr anstrengend war. Wir waren die ganze Zeit damit beschäftigt, die Dinger zu erschlagen (sorry, die haben uns angegriffen, das war Notwehr).

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größter Wasserfall KanadasDie Wasserfälle von Clearwater

Bei schönstem Wetter sind wir am nächsten Tag auf Wasserfall-Tour gegangen. Begonnen beim größten Wasserfall Kanadas, den Dawsen Falls, die man nach 10 Minuten Fußweg erreicht. Sehr spektakulär und beeindruckend. Außerdem haben wir die Helmcken Falls angeschaut, die ganz nah am Parkplatz waren. Noch am gleichen Tag sind wir nach Kamloops gefahren und waren im BC Wild Park, um echte Grizzlybären zu bestaunen. Übernachtet haben wir bei Pierre’s Point Campground (30 Dollar), der einem Deutschen gehört und direkt am See liegt. Idyllisch ist allerdings was anderes.

rundreise KanadaRevelstoke

Dienstags fuhren wir weiter ins Landesinnere nach Revelstoke zum Staudamm. Das ist besonders nett für Kinder, weil viel spielerisch erklärt wird. Die Sicht von oben ist gigantisch, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Revelstoke dammVon dort sind wir zum Revelstoke Mountain Resort gefahren, von wo aus man mit einer Seilbahn nach oben und mit einer Sommerrodelbahn nach unten düsen kann. Ich bin ja in Deutschland schon viele Rodelbahnen gefahren, aber die war echt krass. Ich habe durchgehend gebremst und war trotzdem leicht panisch. Genau das Richtige für Jugendliche oder angstfreie Kids.

rundreise vancouverKelowna

Nach dem Mittagessen ging es weiter nach Kelowna, wo wir am Okanagan Lake gecampt haben (48 $). Die Kelowna Waterfront ist sehr sehenswert. Es gibt coole Spielplätze, man kann super auf der Dachterrasse des Earl essen und es gibt nette Geschäfte. Eigentlich wollten wir noch zum Myra Canyon Park, der hatte aber leider unter der Woche geschlossen.

waterfront KelownaAuf dem Weg nach Osyoos sind wir an einer echt verrückten Bude vorbei gekommen. Lauter Phantasiewesen und mittendrin Ziegen, die über eine Brücke auf eine Plattform laufen konnten. Wenn man unten Futter in einen Eimer gefüllt hat, haben diese ein Rad bewegt, um diesen nach oben zu ziehen. Total faszinierend, vor allem für die Kinder.

mit dem Camper durch KanadaGeschlafen habe wir irgendwo am See für 32 $ ohne Strom. Das war nett ruhig, aber auch wieder etwas mückig. In Osyoos haben wir dann noch die Model-Desert-Railroad besucht, eine Miniatur-Eisenbahn-Welt. Lustigerweise war fast alles aus Deutschland. Übernachtet haben wir auf einem Campingplatz Richtung Manning Park.

miniaturwelt KanadaUnsere letzte Station sollten die Bridal Falls sein, eine nette kleine Wanderung durch den Dschungel. Nach einer Nacht in Vancouver Süd haben wir den Camper dann gegen einen Mietwagen eingetauscht. Wie es dann weiterging, erfahrt in bald in Teil 3.

Das nächste Mal werden wir allerdings lieber wieder mit dem Mietauto in verschiedene Motels fahren. So einen Wohnwagen mag man oder eher nicht. Und für uns war es nicht ganz das Richtige. Vielleicht, wenn beide Jungs größer sind, aber es war einfach zu wenig Platz für ein Krabbelbaby.

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