Gewerbeanmeldung für Lehrer (Beamte) - Cuchikind

Gewerbeanmeldung für Lehrer (Beamte)

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Gewerbeanmeldung für Lehrer (Beamte)

Darf man als Lehrer/Beamter überhaupt ein Nebengewerbe betreiben? Was darf ich denn dabei verdienen? Wie viele Stunden darf ich arbeiten? Wie melde ich mich an und worauf muss ich dabei achten? Und wie sieht das mit den Steuern aus?
All das habe ich mich gefragt, bevor ich Anfang 2017 endlich mein eigenes Gewerbe für meinen Blog Cuchikind angemeldet habe. Und es war dann gar nicht so schwer.

Ich beantworte euch alle Fragen zum Thema „Gewerbeanmeldung für Lehrer“ aus meiner eigenen Erfahrung und meinem Wissen heraus, ich gebe aber natürlich keine Rechtsberatung/Garantie.

Darf ich als Lehrer/Beamter ein Nebengewerbe betreiben?
Ja, darf man, aber es gibt einige Hürden, die man bedenken muss. Zuerst muss man sich die Zustimmung über den Dienstweg holen. Ich habe meiner Direktorin ein formloses Schreiben gegeben, in dem ich meinen Blog kurz vorgestellt habe und dass ich damit etwas Geld verdienen möchte, aber nur wenig Zeit investieren werde. Ganz wichtig ist, dass das Schulamt sieht, dass der eigentliche Job nicht darunter leiden wird.
Das Ganze ging weiter an das Amt, von dem ich einen Bogen zum Ausfüllen bekommen habe und dann wurde alles genehmigt.
Geregelt ist das Ganze im Beamtenrecht so, dass man nicht mehr als 1/5 seiner wöchentlichen Arbeitszeit investieren und nicht mehr als 40% seines Jahresgehaltes verdienen darf (§ 99 Abs. 1 Nr. 2 Bundesbeamtengesetz).

Wie melde ich mich an?
Das ist ziemlich einfach. Am besten gibt man bei google „Gewerbeanmeldung“ und die betreffende Stadt ein und wird zur richtigen Seite geleitet. In Frankfurt kann man das online machen, muss also nicht mal persönlich vorbei kommen. Dazu überweist man den fälligen Betrag (damals 25 Euro), füllt einen Bogen aus und sendet ihn an die angezeigte Adresse.
Bei mir kam der Bogen wieder zurück, weil ich nur „Internetdienstleistung“ angegeben hatte, das reichte nicht. Wir haben dann noch Bloggen in Klammern dazu geschrieben, dann war es bei mir in Ordnung. Ich habe einen Brief von der IHK (Industrie- und Handelskammer) und etwas später auch vom Finanzamt bekommen. Als Erstgründer muss man bei der IHK allerdings keinen Beitrag zahlen (§ 3, Absatz 3, Satz 4 IHK-Gesetz).

Muss ich eine Steuererklärung machen?
Ja, auf jeden Fall. Man muss Einkommenssteuer auf seinen Gewinn zahlen. Man gibt also alle Einnahmen und Ausgaben an und die Differenz bekommt man angerechnet. Positiv sowie negativ. Absetzen kann man zum Beispiel auch die Kosten der Gewerbeanmeldung, Fahrtkosten zu Events, Tickets, Workshops, Material, PC und Handy, … Die Kleinunternehmerregelung besagt, dass man laut §19 UStG keine Umsatzsteuer abführen muss, wenn man im Vorjahr unter 17500 Euro Umsatz verdient hat oder im gleichen Jahr voraussichtlich 50000 Umsatz nicht übersteigt. Auch die Gewerbesteuer muss man nicht zahlen, wenn man unter 24500 Euro im Jahr bleibt. Für die bessere Übersicht lohnt sich ein Steuerberater.

So, ihr seht, man hat keinerlei Nachteile bei einer Gewerbeanmeldung, ist aber rechtlich auf der sicheren Seite und darf ein wenig Geld nebenbei verdienen. Also im Nebengewerbe. Solange man die Einnahmen aus der Haupttätigkeit nicht überstiegt, muss man auch keine Beträge an die Krankenkasse zahlen.

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Wie sieht das aus, wenn man ein Buch schreiben möchte?
Ich schreibe momentan an meinem dritten Buch. Zuerst habe ich ein Bastelbuch mit einem Verlag heraus gebracht, dann einen Instagramguide geschrieben und jetzt wird es wieder ein Bastelbuch.
Die Autorentätigkeit muss man wieder über den Dienstweg anmelden, sie kann aber nicht abgelehnt werden. Anders als bei den Einnahmen über Werbung oder Affiliate muss hier keine Grenze eingehalten werden, weil man ja nicht vorhersehen kann, wie gut sich das Buch verkaufen wird.
Jetzt steht aber wirklich nichts mehr im Weg, oder?

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